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Anleitung für die ayurvedische Baby- und Kindermassage

Einführung

Die ayurvedische Baby- und Kindermassage, in Deutschland unter dem Namen Leboyer-Massage bekannt, ist eines der schönsten Dinge, die Eltern mit ihren Kindern gemeinsam erleben können. Hier finden Sie eine ausführliche Einführung zur Kindermassage, bitte lesen Sie diese, bevor Sie die hier beschriebenen Techniken und Griffe anwenden.

Bitte beachten: Die hier beschriebenen Massagegriffe wurden nach bestem Wissen zusammengestellt, trotzdem kann keine Haftung für deren Wirkung übernommen werden. Die Massage wird von Ihnen eigenverantwortlich durchgeführt und ersetzt keine mediinische Behandlung oder ärztlichen Rat. Nutzen Sie diese Massage als wunderbare Bereicherung der Beziehung zu Ihrem Kind und wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen immer an einen Arzt.

Wenn Sie mehr über ayurvedische Massage lesen wollen, finden Sie hier Informationen zur Typenlehre und zu den Ölen, die im Ayurveda verwendet werden.

Die fünf Elemente Massagegriffe

In der ayurvedischen Lehre werden die einzelnen Massagegriffe (und vieles anderes) einem oder mehreren der fünf Elemente, Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther (Akasa, das Feinstoffliche) zugeordnet. Ich gebe Ihnen hier also als erstes einen Überblick und eine Anleitung zu den einzelnen Griffen, die in der Baby- und Kindermassage verwendet werden.

Massagegriffe des Elements Erde

Jede Massage beginnt und endet mit einem Griff aus dem Element Erde. Hier findet das Kind Halt, denn es wird gehalten. In der Erde stecken unsere Wurzeln, aus ihr ziehen wir Kraft und Energie. Deshalb beginnen wir hier und kehren hierher zurück. Egal ob Sie nur eine kurze Gesichtsmassage, eine Fußmassage oder eine Ganzkörpermassage machen, am Anfang und am Ende der Massage steht einer der folgenden Griffe.

1. Pranidhan, Hingabe
“Pranidhan” bedeutet Hingabe und steht für die wichtigste Voraussetzung einer schönen Massage. Wenn Sie Ihr Kind berühren, dann immer mit großer Achtsamkeit und Ihrer vollen Aufmerksamkeit. Ist ihr Kind aufgeregt oder müde? Weint es oder lacht es? Sind die Hände warm oder kühl? Ist das Bäuchlein hart oder weich? Nehmen Sie all das wahr, aber bewerten Sie es nicht. Es ist wie es ist. Seien Sie einfach hier bei Ihrem Kind präsent mit Ihrem ganzen Sein und halten Sie es.
Legen Sie dazu Ihre Hände, je nachdem ob Sie sich am Beginn der Massage, an ihrem Ende oder zwischen zwei anderen Griffen befinden, intuitiv auf die Körperregion, wo es für Ihr Kind am angenehmsten ist. Vielleicht legen Sie beide Hände auf seine Schultern, auf den Bauch oder Rücken, Sie halten vorsichtig den Kopf oder drücken sanft die Füße. Lassen Sie sich von Ihrem Gefühl leiten und achten Sie auf die Reaktion des Kindes. Halten Sie es, so lange, wie es sich richtig anfühlt, meist einige Minuten, und fahren Sie dann mit der nächsten Technik fort.

2. Kandasana, Wurzeln geben
Dieser Massagegriff kann mit einer Hand oder beiden Händen ausgeführt werden. Beginnen Sie beim Po und fahren Sie mit sanften und langsamen, kreisenden Bewegungen entlang der Wirbelsäule (aber nicht auf ihr) hinauf zu den Schultern. Bei Babys nehmen Sie vielleicht nur eine Hand und massieren auf der einen Seite der Wirbelsäule mit dem Daumen und auf der anderen mit dem Zeigefinger, bei älteren Kindern brauchen Sie beider Hände Finger. Ein wenig sanfter Druck ist schon nötig, damit sich die erdende Wirkung entfalten kann, aber das wird von den Kindern als sehr angenehm empfunden. Wiederholen Sie die langsame, kleine Kreisbewegung vom Po zu den Schultern dreimal.

Massagegriffe des Elements Wasser

1. Yap, die Welle
Dieser Griff wird am Rücken des Kindes angewendet. Legen Sie beide Hände im Schulterbereich parallel nebeneinander auf den Rücken. Während die linke Hand sich vorwärts zur rechten Seite des Körpers bewegt, streicht die rechte Hand rückwärts zur linken Flanke. Sie streichen immer gegenläufig quer über den Körper, und zwar langsam, rhythmisch und schön weit bis über die Flanken. Dabei wandern die Hände gleichzeitig von den Schultern hinab zum Po und wieder hinauf. Wiederholen Sie diese Bewegung von vor, zurück, herauf und hinab mindestens 3 Mal, beginnen Sie mit leichten Berührungen und steigern Sie dann die Intensität.

2. Gautama Ganga, ein Ausstreichgriff
Dieser grundlegende Ausstreichgriff harmonisiert die Elemente im Körper. Er wird hauptsächlich auf dem Rücken ausgeführt, findet aber in angepasster Form bei der Gesichtsmassage Anwendung.
Legen Sie eine Hand unter den Po des Kindes und streichen Sie mit der anderen Hand von den Schultern quer hinab zum Po. Achten Sie darauf, dass die Wirbelsäule keinem zu starken Druck ausgesetzt ist. Bewegen Sie wie immer die Hand in langsamen, rhythmischen Zügen und wiederholen Sie den Griff mindestens drei Mal, bis zu 9 Mal.

3. Yap-Ganga, melkendes Ausstreichen
Dieser Griff wird an Armen und Beinen angewendet während das Kind auf dem Rücken liegt. Umfassen Sie mit einer Hand das Handgelenk (hier befinden sich viele Vitalpunkte, die so stimuliert werden) und halten Sie den Arm senkrecht nach oben. Die andere Hand ruht am Schultergelenk und bewegt sich nun den Arm umfassend in einer melkenden Drehbewegung hinauf zum Handgelenk. Wiederholen Sie den Griff drei Mal an jedem Arm und verfahren Sie an den Beinen entsprechend. Halten Sie mit einer Hand das Fußgelenk und “melken” Sie mit der anderen Hand in einer leichten Drehbewegung vom Oberschenkel zum Fuß hin.

4. Bhujanga, schlangenförmiges Ausstreichen
Beim “Bhujanga” schlängelt sich Ihre Hand spielerisch von der Hüfte über die Flanke des Kindes bis hinter die Schulter. Es liegt dabei auf dem Rücken, bei Babies und Kleinkindern müssen Sie den Arm nach oben heben, ältere Kinder legen ihn einfach neben sich ab. Bei diesem Griff, genau wie bei allen anderen, sollten Sie darauf Rücksicht nehmen, dass Ihr Baby evtl. gerade keine Lust dazu hat und kräftig strampelt.
Wie immer gehen Sie sanft und langsam vor, finden Sie Ihren Rhythmus und wiederholen Sie die Technik 3 – 9 Mal.

Massagegriffe des Elements Feuer

1. Teja, wärmende Hände
“Teja” ist das innere Leuchten, das wir beim Yoga entwickeln. Dieser Griff ähnelt dem Erd-Element-Griff Pranidhan, der Hingabe. Der entscheidende Unterschied hierbei ist, dass Sie für Teja Ihre Hände fest aneinanderreiben, bis sie ganz heiß werden. Sagen Sie Ihrem Kind, dass es jetzt warm wird und legen Sie die Hände dann auf Bauch, Schultern, Rücken oder wo immer es Wärme braucht. Für die Bauchmassage können Sie Kümmel- oder Fenchelöl in Ihren Händen verreiben, bevor Sie Teja anwenden, das hilft bei Blähungen und Bauchweh. Diesen Griff können Sie immer dann in die Massage einflechten, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind Wärme braucht.

2. Surya, die Sonne, Chandra, der Mond
Dies ist die bekannteste Technik der Baby- und Kindermassage, da ihre positive Wirkung auf den Darm und die Verdauung so intuitiv vertraut ist, dass sie fast jede Mutter einmal von ihrer Hebamme gezeigt bekommen oder selbst entdeckt hat.
Mit der einen Hand malen Sie im Uhrzeigersinn (!) mit sanftem Druck eine kreisrunde Sonne um den Bauchnabel des Kindes. Bitte achten Sie darauf, im Uhrzeigersinn zu massieren, da so auch der Darm verläuft, gegen den Uhrzeigersinn zu arbeiten könnte eine Verstopfung begünstigen und daher recht schmerzhaft werden. Die andere Hand malt direkt neben die Sonne auf gleiche Weise den halbrunden Mond. Während sich die Sonnenhand immer weiter dreht, setzt die Mondhand fortwährend ab und beginnt an ihrem Ausgangspunkt von neuem.

Massagegriffe des Elements Luft

1. Sandhi, der Sterngriff
Wenn Sie diesen Griff auf dem Oberkörper ausführen, legen Sie zuerst eine Hand auf die Hüfte und streichen Sie von dort ohne die Mitte des Bauches mitzumassieren zur gegenüberliegenden Schulter. Wiederholen Sie den Griff abwechselnd auf der linken und rechten Seite, so dass der “Sterngriff”, oder Überkreuzgriff entsteht. Die Streichungen sind langsam und rhythmisch, wiederholen Sie je Seite 3-4 Mal. Der Sandhi stimuliert den Marmapunkt in der Mitte der Brust, der Herz und Kreislauf reguliert. Legen Sie zum Abschluß eine Hand auf den Marmapunkt (in die Mitte der Brust) und die andere auf den Kopf des Kindes.
Auf dem Rücken wenden Sie den Pani-Panda-Sandhi Griff an, der sich dadurch vom “einfachen” Sandhi unterscheidet, dass Sie von den Füßen bis zu den Händen quer über den ganzen Körper streichen.

2. Vijana, Pusten
Sanftes Pusten ist eine wunderbar sinnliche Erfahrung, die unsere Baby- und Kindermassage angenehm bereichert. Diese Technik wendet sich mehr an Babies und Kleinkinder, deshalb kommt sie im allgemeinen Massageablauf nicht vor. Wenden Sie sie jederzeit zwischendurch an, wenn Sie das Gefühl haben, dass es Ihrem Baby gut tut. Pusten Sie sanft und gleichmäßig, in Schlangenlinien oder rhythmisch über Kopf und Schultern, Brust oder Rücken. Wenn Ihr Baby auf dem Bauch liegt, sagen Sie ihm vorher, dass Sie jetzt pusten, da es keinen Blickkontakt zu Ihnen hat. Wiederholen Sie nach Belieben, achten Sie auf die Rückmeldung Ihres Babies.

3. Vayu, der Wind
Vayu, der Wind, entfacht das Verdauungsfeuer. Falls Sie bisher kein Massageöl verwendet haben, geben Sie für diesen Griff ein wenig erwärmtes Öl in Ihre Handflächen. Legen Sie beide Hände unter den Rippenbogen und streichen Sie abwechselnd über den ganzen Bauch. Wiederholen Sie langsam, etwa 6-9 Mal, der Bauch darf sich nach innen wölben.



4. Hridayam, das Herz öffnen
Genau wie der Sandhi wirkt dieser Griff unter anderem regulierend und stärkend auf Herz und Kreislauf. Ihr Kind liegt dafür auf dem Rücken. Legen Sie beide Hände zusammen, wie zum Gebet, und dann mit den Handkanten in die Mitte der Brust. Streichen Sie nun gleichzeitig und gleichmäßig langsam mit beiden Händen zur Seite die Brust aus. Wiederholen Sie die Bewegung etwa 3-4 Mal.



Das Element Äther
Akasa steht für den feinstofflichen Teil unserer Welt, den wir mit unserer Intuition wahrnehmen. Dieser “6. Sinn” ist im Grunde genauso zuverlässig wie die anderen 5 (bzw. 13, wie manch wissenschaftlich orientierter Leser anmerken mag ;-) ), aber wir nehmen die von ihm übermittelten Informationen selten so deutlich wahr, weil wir verlernt haben, ihn ernst zu nehmen. In der Interaktion mit anderen Menschen, besonders in einer solch engen Beziehung wie zum eigenen Kind, gepaart mit einer solch persönlichen Erfahrung wie der Berührung durch Massage ist ein guter Zugang zur Intuition nicht nur hilfreich, sondern notwendig. Deshalb bildet die vorletzte Technik einer jeden Ganzkörpermassage, bevor ich sie mit einer erdenden Berührung beende, das Element Äther. Ich lasse mich von dem, was meine Intuition mir vermittelt leiten und gebe meinem Kind die Berührung, Wärme, Hingabe noch einmal genau dort, wo es sie gerade noch benötigt. Denn das kann mir kein Massageschema sagen, weil es immer von der individuellen Situation abhängig ist.
Und wenn meine Intuition nicht so gut ist? Entspannen Sie sich! Wenn Sie entspannt sind, ist Ihr Zugang zur Intuition schon mal viel besser. Probieren Sie es einfach aus. Die Botschaft des Elements Äther ist hier: Diese Anleitung ist nur eine Basis, von der aus ich in eine wunderbare Körpererfahrung mit meinem Kind starte. Aber es ist, ja es muss immer Platz bleiben für die individuelle Gestaltung den Bedürfnissen meines Kindes und mir entsprechend.
Also, fangen Sie an, probieren Sie alle hier beschriebenen Griffe aus, seien Sie zärtlich und liebevoll, dann können Sie nichts falsch machen. ;-)

Ablauf der Massage

Die klassische Ganzkörpermassage findet nach dem folgendem Ablauf statt. Sie können aber ganz nach Bedarf z.B. nur die Bauchmassage oder die Fußmassage durchführen. Beginnen Sie aber auf jeden Fall immer mit Pranidhan und beenden Sie die Massage auch mit diesem Griff. Während der ganzen Massage sollten Sie die innere Haltung von Achtsamkeit und Hingabe beibehalten. Das heißt aber nicht, dass es nicht sehr lustig zugehen kann und darf. Seien Sie präsent und entspannt, dann wird auch Ihr Kind entspannt und glücklich sein.

1. Mukhabhyanga – Kopfmassage
Eine Ganzkörpermassage beginnt immer mit einer sanften Kopf- und Gesichtsmassage. Beginnen Sie mit Pranidhan.
Legen Sie dann beide Daumen auf die Stirn, so dass sie sich in der Mitte der Augenbrauen berühren.





Streichen Sie dann mit fließenden Bewegungen abwechselnd mit beiden Damen in Richtung Haaransatz.





Von der Mitte der Augenbrauen streichen Sie nun mit den Daumen einige Male rhythmisch und langsam nach außen.





Umkreisen Sie die Augen und kehren Sie zum Ausgangspunkt zurück.






Stimulieren Sie mit sanftem, kreisendem Druck die Vitalpunkte an den Nasenflügeln. Gehen Sie dann weiter zu den Vitalpunkten unterhalb des Auges auf dem Jochbein und stimulieren Sie auch diese einige Sekunden.



Streichen Sie im Wechsel über den Lippen von der Nasenspitze zu den Wangen.





Streichen Sie im Wechsel über das Kinn zu den Wangen.






Beenden Sie die Gesichtsmassage mit dem Element Erde, indem Sie den Kopf sanft halten.





2. Abhyanga – Ganzkörpermassage
Nach der Gesichtsmassage folgt nun die Massage des Körpers. Bauch- und Fußmassage werden im Anschluß separat beschrieben. Fügen Sie diese an der entsprechenden Stelle ein.

Brust und Oberkörper
Beginnen Sie wie immer mit dem Element Erde, indem Sie Ihrem Kind die Hände still auflegen.
Es folgen 3 Wiederholungen des Hridayam, der das Herz öffnet
Gehen Sie rhythmisch mit Bhujanga je drei Mal über die linke und die rechte Körperhälfte
Der Sterngriff, Sandhi, wird nun angewendet, wiederholen Sie 9 Mal
Legen Sie zum Abschluß dieses Teils noch einmal die Hände zum Pranidhan auf

Bauch
siehe dazu weiter unten “3. Agnisara – Bauchmassage”

Arme und Beine
Streichen Sie mit einer melkenden Drehbewegung, der Yap-Ganga, alle vier Gliedmaße drei Mal aus.

Füße
siehe dazu weiter unten “4. Padabhyanga – Fußmassage”

Rücken
Yap, die Welle, fließt 9 Mal quer über den Rücken
Beim Gautama Ganga wird der Rücken in Richtung der Füße bis zum Po ausgestrichen
Geben Sie Ihrem Kind Wurzeln mit dem Kandasana-Griff
Die Überkreuz-Bewegungen des Pani-Panda-Sandhi verbinden den ganzen Körper von den Zehenspitzen zu den Fingerspitzen
Nun ist Zeit, Ihre Intuition zu befragen, wo Ihr Kind noch Berührung braucht, welche Körperregionen noch ausgestrichen, gehalten, gewärmt oder einfach berührt werden wollen
Beenden Sie die Massage mit Pranidhan, indem Sie Ihrem Kind die Hände auflegen und es liebevoll halten

3. Agnisara – Bauchmassage
“Agnisara” bedeutet “Feuerspülung”, diese Massage soll die Verdauung fördern und damit einem inneren, körperlichen und seelischen, Reinigungsprozess dienen.
Sie eignet sich z.B. bei Blähungen und Verstopfung zur sanften Unterstützung oder einfach jederzeit als Bestandteil der Ganzkörpermassage.

Beginnen Sie wie immer mit Pranidhan, dem hingebungsvollen Halten. Da Ihr Baby oder Kind für die Bauchmassage auf dem Rücken liegt, umfassen Sie am besten sanft den Oberkörper oder die Schultern.
Führen Sie dann den Sonne-Mond-Griff durch (Surya-Chandra), gefolgt von Vayu, der symbolischen Luft für das Verdauungsfeuer. Führen Sie die Griffe sanft und mit leichtem Druck aus, wiederholen Sie sie auch einige Male, langsam und rhythmisch. Nachdem das Feuer des kleinen Bauchs so von der Sonne gestärkt und vom Wind angefacht wurde, halten Sie Ihr Kind noch einmal, erden es. Geben Sie dann mit Teja noch einmal Wärme auf den Bauch. Legen Sie die Hände dann noch einmal zum Abschluß auf den Bauch.

4. Padabhyanga – Fußmassage

Die Fußmassage sollten Sie mit besonderer Achtsamkeit durchführen, denn an den Fußsohlen befinden sich zahlreiche Reflexpunkte, über die der gesamte Körper angeregt werden kann. Die nebenstehende Abbildung verdeutlicht die Lage der wichtigsten Punkte nach der ayurvedischen Lehre.
Bei der täglichen oder regelmäßigen Massage gehen Sie wie folgt vor:
Streichen Sie sanft mit den Daumen über den Fußrücken inm Richtung Knöchel. Wenn Ihr Kind schon etwas älter ist, können Sie mit leichtem Druck entlang der Mittelfußknochen fahren, bei Babies streichen Sie einfach sanft über den gesamten Fußrücken. Umkreisen Sie nun die Knöchel und stimulieren Sie die dort gelegenen Vitalpunkte durch leichten Druck.
Streifen Sie mit den Daumen abwechselnd die Fußunterseite nach links und rechts aus, dann auch von oben nach unten.
Massieren Sie mit sanften Kreisbewegungen zwischen und auf den Zehen.
Streichen Sie mit kleinen Kreisen über die Fußaussen- und innenseite.

Nun können Sie ganz nach Bedarf die Reflexzonen für den Darm im Uhrzeigersinn vom rechten zum linken Fuß und wieder zurück massieren, um die Verdauung zu unterstützen.

Wenn Ihr Baby zahnt, stimulieren Sie zur Unterstützung sanft die dem Kiefer zugeordnete Reflexzone, indem Sie für 10-15 Sekunden mit kreisenden Bewegungen leichten Druck darauf ausüben. Dies können Sie mehrmals täglich wiederholen.

Beenden Sie die Massage, indem Sie die Füße mit beiden Händen umfassen und halten, also erdende Hingabe praktizieren.

Learning by doing – Babymassagekurse

Sie haben nun alle wichtigen Grundtechniken erfahren, wissen um die Vorbereitung und die nötige Umgebung, haben etwas über Massageöle und Doshas gelesen und haben damit, ausgestattet mit Ihrer Liebe und Fürsorge für Ihr Kind, alles Wissen, das Sie für das wundervolle Erlebnis einer Kindermassage brauchen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an meine Models, Theophanu, Sarah und Sean!

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